WIE WIR WURDEN,
WER WIR SIND

Ein Kreativ-Workshop für junge Russlanddeutsche

Wann?

Das Seminar fand an zwei Wochenenden statt. Am ersten Wochenende ging es hauptsächlich um Handwerkstechniken, das zweite Wochenende gehörte ganz der Praxis.

Wo?

Evangelisches Gemeindehaus Deggendorf, Amanstraße 15, 94469 Deggendorf

Termine:

1) 21. – 23. November 2014
Beginn: Freitag 18 Uhr

2) 6. – 7. März 2015
Beginn: Freitag 18 Uhr

Teilnehmer

Über den Workshop

Das Ziel

Viele meinen, Vergangenheit sei etwas für alte Leute. Wer jung ist, solle nur an die Zukunft denken. Dabei sind sie sich nicht bewusst, wie sehr uns die Vergangenheit geprägt hat. Nicht nur die eigene, sondern die unserer Eltern und Großeltern, der Orte, unsere Werte. Sie kann uns verletzlich und verwirrt machen – oder Flügel wachsen lassen. Der Workshop soll bei beidem helfen: dem Aufspüren von und dem bewussten Umgang mit unserer Familiengeschichte.

Der Weg

Die Teilnehmer erzählen, stellen Fragen und hören zu. Sie lernen auf spielerische Weise, mit der Kamera und mit dem Stift Geschichten zu erzählen – in der Gruppe. Dann macht sich jede und jeder allein daran, die Geschichte zu suchen, die er oder sie erzählen will. Am Ende steht ein Gemeinschaftsprojekt: Ein Blog mit Texten und Bildern, die so in keiner Zeitung zu finden sind. Geschichte, selbst erzählt.

Entstandene Projekte

Viele Geschichten und Projekte sind entstanden. Jedes anders. Drei davon wollen wir hier veröffentlichen. 

Die Referenten

 

Merle Hilbk

Schriftstellerin

45, *Düsseldorf, lebt in Berlin. Hat Jura studiert, bei einer Tageszeitung das Journalistenhandwerk gelernt und als Politikredakteurin der „Zeit“ gearbeitet. Während einer Reportage in Kasachstan stieß sie auf ein unbekanntes Kapitel ihrer eigenen Familiengeschichte. Seitdem beschäftigt sie sich mit russlanddeutschen Geschichten – als Schriftstellerin und als Leiterin von Biographie-Seminaren.

 

Eugen Litwinow

Fotograf

29, *Pawlodar, Kasachstan. Lebt in Berlin. Hat Fotografie an der FH Dortmund und an der „Parsons, The New School for Design“ in New York studiert. Mit seiner Abschlussarbeit „Mein Name ist Eugen“ wurde er bundesweit bekannt – ein Projekt mit dem er russlanddeutsche Geschichte aus der Seniorenecke holte und Jüngeren einen neuen Zugang ermöglicht.

 

Gottfried Rösch

Pfarrer

49, *Bielefeld, lebt in Deggendorf. Hat Evangelische Theologie studiert, in Schottland, London und Tansania gelebt. Seit 2007 Pfarrer in Deggendorf, engagiert sich im interkulturellen Verein „Mostik“.